Auf welchen Untergrund können unsere Verarbeiter einen Spachtelboden aufbringen?

zement spachtelboden und betonboden gestaltung
HERKULES Spachtelboden

Generell:

Der Untergrund muss gemäß DIN 18560 und VOB Teil C DIN 18365 verlegereif sein. Mineralische Untergründe müssen vor Beginn der Anstricharbeiten gut abgebunden haben, neuer Beton oder Estrich muss mind. 4 - 6 Wochen alt sein. Der Untergrund muss trocken, sauber, fettfrei und tragfähig sein, lose und sandende Schichten sind zu entfernen. Beton und Estrich müssen eine noch ausreichende Saugfähigkeit besitzen, damit die Haftung gesichert ist. Altuntergründe müssen auf den festen Estrich vorgearbeitet werden und ggf. vorhandene Beschichtungen oder Kleberreste müssen restlos entfernt werden. Der Untergrund muss rissfrei sein und Dehnungsfugen sind zu übernehmen.

Die Abreißfestigkeit des Untergrundes muss im Mittel 1,5 N/mm² aufweisen und darf im kleinsten Einzelwert 1,0 N/mm² nicht unterschreiten. Die Druckfestigkeit des Untergrundes darf 20 N/mm² nicht unterschreiten.

Eventuell an der Oberfläche befindliche Zementleim- und Sinterschichten sind durch Sandstrahlen, Abfräsen oder Kugelstrahlen zu entfernen. Fließestriche müssen zwingend geschliffen werden. Rückseitige Feuchtigkeitsbelastung ist auszuschließen.

 

 

Die Fußbodenheißung muss 3 Tage vor dem Einbau des HERKULES Spachtelbodens und 7 Tage nach Einbau des Spachtelbodens ausgeschaltet sein.

 

Alle im Estrich vorgegebenen Bewegungs-und Dehnungsfugen sind im Endbelag zu übernehmen. Heizestriche müssen vor der Belegung mit unserem Spachtelboden gemäß den Vorgaben des Herstellers aufgeheizt und wieder abgekühlt sein. Sollte der Untergrund verunreinigt sein, wie z.B. Sinterschichten, Rückstände alter Beläge oder nicht tragfähig sein, empfehlen wir Sandzustrahlen oder mechanisch die Oberfläche zu reinigen. In Zweifelsfällen Proben anlegen. Die DIN-üblichen Dehnungsfugen und Materialeigenschaften sind einzuhalten. Generell müssen zu angrenzenden Flächen wie Wandanschlüssen, Türrahmen oder ähnlich Randdämmstreifen gesetzt werden. Dieses ermöglicht das Ausdehnen, bzw. Arbeiten des Spachtelbodens und dient zusätzlich als Schallschutz. Zusätzlichen Dehnungsfugen in der Flächewerden nicht benötigt.

 

Grundsätzlich orientiert sich die Eignung von Untergründen an den Vorgaben für die Verlegung von Fliesen und Natursteinen. Bei kritischen Untergründen empfehlen wir zur Sicherung der mechanischen Verkrallung und das Einstellen der richtigen Saugfähigkeit des Untergrundes eine 2-Komponentenharz-Grundierung zu verwenden. Bei intakten und tragfähigen Betonestrichen kann einfach unser HERKULES Primer verwendet werden.